Für eine geeintere Welt
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Dieser Appell wurde von den "Jugendlichen für eine geeinte Welt" anlässlich des Krieges im ehemaligen Jugoslawien verfasst. Der Autor dieser Homepage ist der Meinung, dass dieses Anliegen heute aktueller denn je ist und weiterhin seine Berechtigung hat. Aktualisierte Passagen sind durch (...) besonders gekennzeichnet.
Der Konflikt im ehemaligen Jugoslawien verursacht(e) (...) unsagbares Leid in der
Bevölkerung. Er reisst alte Wunden zwischen Völkern und Volksgruppen wieder auf, die
bereits die Erfahrung des friedlichen Zusammenlebens und der Integration gemacht haben.
Mehr als zwei Jahre lang haben weder diplomatische Bemühungen, noch Aktionen der
internationalen Gemeinschaft, noch der Druck der öffentlichen Meinung diesem Krieg von
unerhörtem Ausmass ein Ende setzen können. Dies stellt für uns genauso eine Anfrage dar
wie die gewalttätigen Auseinandersetzungen im Kaukasus, im Sudan, in Somalia, Angola,
Liberia, Burundi, Sri Lanka, Afghanistan und an anderen Orten unseres Planeten.
Wir missbilligen diese Situation nachdrücklich. Jedes Volk hat das Recht, im eigenen Land
frei und in Frieden zu leben. Nur der Respekt vor der Würde jedes Menschen und vor der
Identität jeder Gemeinschaft und jedes Volkes können ein friedliches Zusammenleben
ermöglichen, nicht jedoch der Rückgriff auf das Unrecht der Gewalt.
Der Krieg auf dem Balkan hätte - wie jedes andere Blutvergiessen auf unserem Planeten
auch - früher beendet werden können. Stattdessen ist es zu einer weit verbreiteten
Gleichgültigkeit gekommen.
Wir wenden uns mit diesem APPELL an die politischen Organe unseres Landes und an die
internationalen Organisationen. Sie sollen entschiedene Massnahmen ergreifen und die
menschenverachtenden Mechanismen entlarven, die eine Fortsetzung der aktuellen Kriege
trotz der hohen Verluste an Menschenleben ermöglichen.
Eine Lösung des Konfliktes auf dem Balkan setzt vor allem die Entwaffnung der
Konfliktpartner voraus.
Nur eine wirksame Kontrolle des Waffenhandels, der von der Spirale der Gewalt profitiert,
kann zu einem wahren Frieden führen. Daher fordern wir ein Ende des Gewinnstrebens und
die schrittweise Umstrukturierung der Rüstungsindustrie.
Gleichzeitig müssen auch die unmittelbaren Notsituationen angegangen werden. Daher
hoffen wir auf die Bereitschaft vieler, Fl&uum;chtlinge aufzunehmen sowie massnahmen
der medizinischen Betreuung und der humanitären Hilfe zu unterstützen. Dafür engagieren
wir uns. Denn: Nur die Logik der Liebe kann die Strukturen des Todes ins Wanken bringen.
Gemeinsam mit allen, die daran glauben, bemühen wir uns, beginnend in unserem
Lebensumfeld, eine geeinte Menschheitsfamilie zu verwirklichen als Antwort auf die Übel,
die heute die Welt und die Menschheit bedrohen.
Wir wollen unsere Gegenwart und unsere Zukunft entscheidend mitgestalten. Wir geben uns
nicht zuFRIEDEn, bis der FRIEDE "ausbricht".
V.i.S.d.P.
Jugendliche für eine geeinte Welt
Fokolar-Bewegung
Eichenstr. 31, 86316 Friedberg
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